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die schwierige Mittelmäßigkeit

Als „Definition“ von Perfektionismus stand in dem Artikel:

Streben nach Vollkommenheit. Wer versucht, in allen Lebensbereichen perfekt zu sein, wird aber immer etwas finden, das ihn in Selbstzweifel stürzt.

Oh, wie mir das mal wieder aus der Seele spricht! Darum möchte ich mir selbst zwei tiefgründige Fragen stellen:

1.       Worin bin ich (gerne) durchschnittlich?

2.       Was mach ich gerne, was zu überhaupt Nichts gut ist?

Im ersten Moment scheinen dies zwei ganz simple Fragen. Aber dann, wenn ich länger darüber nachdenke, merke ich: verdammt schwer! Und so auf Anhieb fällt mir gar nichts ein. Immer wenn ich denke ich habe eine Antwort gefunden (wie z.B. das Joggen / Sport machen), merke ich dass es doch nicht ganz passt, weil ich auch da wieder perfekt sein will oder irgendwelche hohen Ziele anstrebe. Ob es das Studium ist, das Mutter-sein, die Hausarbeit, der Sport, ja selbst das Schmökern und Lesen, … überall will ich die Beste sein und/oder am meisten schaffen. (Dabei weiß ich doch aus eigener Erfahrung, dass es für meinen Sohn nicht gut ist eine „perfekte“ Mutter zu haben, sonst traut er sich später auch nicht mittelmäßig zu sein. So ging es mir zumindest – von irgendwo her habe ich ja den Tick.)

Nach langem überlegen ist mir dann doch etwas eingefallen. Zumindest zu der zweiten Frage. Was ich gerne mache, was zu überhaupt Nichts gut ist: gemütlich einen Kaffee trinken. Mit Freunden oder auch alleine. In der Sonne, in einem gemütlichen Café oder hinter einem schönen Buch. Und jetzt, wo ich das Schreibe fällt mir noch etwas ein: Trampolin-springen! Das liebe ich. Und wenn ich ein großes Trampolin vor mir habe bin ich plötzlich ein 8jähriges Mädchen ;)

So, dann hätte ich also eine der beiden Fragen schon mal beantwortet. Würde ja sagen, ich bin stolz darauf, aber das hieße ja schon wieder, dass es auch hierbei ums „gut machen“ geht ;). Bleibt also noch die Frage nach der Mittelmäßigkeit. Es klingt wirklich blöd, aber da fällt mir nichts ein. Zumindest nicht an dem heutigen Tag. Ich werde diese Frage nicht vergessen, sondern sie noch eine Weile mit mir herumtragen und darüber nachdenken. Es muss doch irgendetwas geben. Und wenn mir wirklich so gar nichts einfallen wird, dann wird es aller höchste Zeit, dass ich in irgendeinem Bereich meines Lebens damit anfange „nur“ mittelmäßig sein zu wollen!

Puh – sehr schwere Aufgaben und schon wieder “hohe Ziele”…

have a brake

So, die Englisch-Klausur ist rum. Lief nicht wirklich so gut wie ich gehofft habe, aber naja… ich versuche mich nicht verrückt zu machen. Es ist vorbei und jetzt eh zu spät.

Meine Mutter war heute früh um 7 Uhr bei uns und hat den Kleinen zu Hause gesittet, damit er nicht mit muss, sondern einen ruhigen Vormittag hat. Das tut ihm einfach am Besten. Außerdem ist er seit Sonntag wie ausgewechselt und ein richtig liebes und ruhiges Baby. Hoffe, das hält an.

Nach der Klausur habe ich mich gleich auf den Weg nach Hause gemacht und meine Mum angerufen um zu fragen, wie es läuft. Es lief alles gut und sie waren gerade beim Spazieren gehen. Also habe ich die Zeit spontan genutzt um mir noch eine kleine Pause mit einem Cappu zu gönnen. Auftanken. SUPER. Weil ich ja immer was zu Lesen bei mir habe, habe ich die „aktuelle“ ZEIT Campus ausgepackt, die ich seit 4 Woche mit mir rumtrage, und endlich mal geschafft darin zu lesen. Der Artikel der mir dabei gleich ins Auge fiel hieß „Stoppt den Optimierungswahn“ und hat mich nicht nur zum Auftanken gebracht, sondern auch viele Denkanstöße gegeben. (die ich sicher noch in einem weiteren Blog-Eintrag teilen werde)

Nach dem Cappu-Brake kam ich gleichzeitig mit meiner Mum und Noah zu Hause an. Die Sonne scheint, es ist ein herrlicher Tag.

Klausur

Morgen ist die Klausur und ich bin wohl noch nie so unvorbereitet in eine Klausur gegangen. Samstag wollte ich 2-3 Stunden lernen und habe nur 1 geschafft, Sonntag waren 2 geplant und ich habe ½ geschafft und auch für heute war extra meine Mutter eingeladen und ich wollte 3-4 Stunden pauken und habe wieder nur ½ geschafft. Wobei heute nicht Noah sondern meine Mutter und unsere Heizung schuld waren… aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall ist morgen früh die Klausur. Mein Ziel war eigentlich eine Note zwischen 1,0 und 1,2 – aber ich fürchte, dass werde ich wohl nicht schaffen. Trotzdem: Daumen drücken!

Tröstende Worte

Worte, dich ich mir selbst immer wieder sage und die zumindest ein kleines bisschen trösten und mir helfen wieder neue Kräfte zu mobilisieren:


Dieses Kind ist ein geliebtes Kind Gottes, so wie es ist. Und Gott hat dieses so bedürftige Kind in unsere Verantwortung und Obhut gebracht, weil vermutlich wir ihm das geben können, was er braucht. Weil er uns braucht, unsere Liebe, Fürsorge und Geduld.

alte Laster

Und schon wieder war ich kurz davor mich für einen Kurs im nächsten Semester einzuschreiben. *arrrggg* Wieso ist es so schwer? Bei der Frage „Sind sie sicher, dass Sie sich für dieses Modul einschreiben möchten?“ hat dann zum Glück meine Gehirn wieder funktioniert und sich erinnert, dass ich das NICHT möchte…

PS: Gestern Abend kurzer Ausflug in die Notfallsprechstunde der Kinderklinik, weil er mal wieder stundenland nur geschrien hat und sich durch absolut nichts beruhigen lies… war / ist aber zum Glück alles in Ordnung.

Kindertagesstätte – so schnell kann es gehen

Also erst mal das wichtigste zuerst: unserem kleinen Helden geht es relativ gut. Man hat zwar die letzten beiden Tage noch gemerkt, dass er Schmerzen hat, aber ich habe das Gefühl dass es besser wird.

Und jetzt zu der KiTa. Wir hatten da gestern einen Termin zum Gespräch, alles anschauen, Fragen stellen, etc. Mein erster Eindruck war dadurch geprägt, dass ich die Erzieherin die gestern für uns Zeit hatte (eine aus der Gruppe in der er vermutlich landen würde) von früher kenne. Aus Kinder-Zeltlager-Zeiten. Also: erster Eindruck = gut. Und auch sonst fand ich alles ganz schön und machte einen guten Eindruck. Die Gruppe hat im Moment 12 Kinder (max. 14) und 4 Betreuer. Bei den Betreuern ist sogar ein Praktikant (männlich) dabei, was wir beide sehr schön finden. Meine Süße war ja sowieso schon total voreingenommen, weil sie einige Arbeitskollegen hat die ihr immer wieder von der KiTa vorschwärmen. Also in Summe alles gut. Nur zwei Nachteile:

1.       Sehr teuer

2.       Schon ab Juni (wobei wir zwar den ganzen Juni bezahlen würden, aber erst ab Ende Juni mit der Eingewöhnung anfangen, da wir vorher im Urlaub sind)

Aber mal abgesehen davon, dass die Betreuung in der KiTa schon früher anfangen würde als wir es eigentlich geplant hatten, plagen mich ganz andere Gedanken / Gefühle:

Es war von Anfang an klar, dass ich ein Jahr zu Hause bin und dann wieder studieren gehe. So war es auch schon geplant, als ich noch arbeiten ginge (ein Jahr zu Hause, dann wieder arbeiten). Aber irgendwie kommt es mir total lange vor ihn 6 Stunden in die KiTa zu schicken. Ich habe so das Gefühl, ihn abzuschieben. Ich weiß natürlich, dass es ihm da gut gehen wird und das er auch, vor allem wegen den anderen Kindern, Spaß haben wird. Ich hatte auch noch nie irgendwie im Kopf, dass ich als Hausfrau und Mutter ganz zu Hause bleiben möchte, aber irgendwie ist es jetzt doch ein komisches Gefühl…

Aber ich WILL ja weiter studieren (habe ich gerade gestern in der Vorlesung wieder gemerkt, wie sehr ich mich auch auf den Karriere-Teil meines Lebens wieder freu) und MUSS ja auch – wir können ja nicht ewig nur von einem Gehalt leben. Und das Angebot ist wirklich super! Und wir haben mega Glück dort überhaupt einen Platz zu bekommen. Also werden wir ihn annehmen. Ich habe den Vertrag heute früh schon unterschrieben. Die Tage bis zur KiTa sind also gezählt. Aber wir haben dann ja gaaaannnnnz viel Zeit für die Eingewöhungsphase. Vermutlich brauche ich dafür länger als Noah ;)

Arzttermin

Heute war dann endlich der erwartete Arzttermin.

Und schon mal vorweg: es war kein Zuckerschlecken. Wirklich schlimm wie es einem selbst im Herzen weh tut, wenn der kleine Wurm da erst noch ganz entspannt liegt und dann „behandelt“ wird und man sieht (und hört) was er für Schmerzen hat.

Insgesamt 7 Wirbel waren bei dem armen Spatz blockiert.
Und der Kleine war wirklich tapfer beim Arzt (hat der Doc zumindest behauptet) und hat, dafür dass es so viele Wirbel waren, sich relativ schnell wieder beruhigen lassen. Jetzt wird es noch 1-2 Tage weh tun (so wie wir Erwachsenen auch „Muskelkater“ hätten nach der Behandlung), dann sollte es aber besser werden. In 5 Wochen müssen wir zur Kontrolle noch mal hin. Allerdings rechnet er schon früher mit uns. Die Wirbelsäule muss sich jetzt wohl neu ausrichten und dabei kann es passieren, dass neue Blockaden auftreten. : (   (Auch hier wieder: da es so viele Wirbel waren, ist die Wahrscheinlichkeit höher als „normal“.) Dann sollen wir uns melden und bekommen kurzfristig noch einen Termin.
Jetzt erst mal viel Trinken, Rücken warm halten und die nächsten beiden Tage überstehen.

PS: Wie hoch die Rechnung ist, weiß ich zum Glück noch nicht. Die kommt per Post. Arzthelferin hatte einen Systemabsturz und ich wollte mit dem weinenden Noah nicht so lange warten bis der PC wieder läuft…

So, das wird demnächst ausgedruckt und irgendwo auf dem Schreibtisch plaziert!

So, das wird demnächst ausgedruckt und irgendwo auf dem Schreibtisch plaziert!